Freitag, 30. November 2007

Endlich Trennung von Kirche und Staat!

Der Staatsrechtler Friedhelm Hufen schreibt zum Religionsunterricht an öffentlichen Schulen: "So gibt es innerhalb der Muslime in Deutschland bisher nach eigenem Selbstverständnis keine festgefügte "Religionsgemeinschaft" oder gar "Kirche" und damit auch keinen legitimen Partner zur bei Art. 7 Abs. 3 GG unabdingbar vorausgesetzten staatskirchenrechtlichen Kooperation." (Hufen, Staatsrecht II, S. 927)

Ein Grund mehr, dass "Staatskirchenrecht" in die Altpapiersammlung zu befördern und endlich die Trennung von Kirchen und Staat Realität werden zu lassen. Die religiöse Erziehung der Kinder ist von den Eltern privat zu organisieren!

Mittwoch, 28. November 2007

Politometer

Wofür stehst Du ein?, fragten die Macher des Films "Von Löwen und Lämmern". Wer erst Klarheit gewinnen muss, wo er denn steht, kann Politometer befragen: Im zweidimensionalen Polittest der "Advocates for Self-Government" bin ich "Centrist" an der Grenze zu "Libertarian" mit leichten Drall zu "Left".
Centrists espouse a "middle ground" regarding government control of the economy and personal behavior. Depending on the issue, they sometimes favor government intervention and sometimes support individual freedom of choice. Centrists pride themselves on keeping an open mind, tend to oppose "political extremes," and emphasize what they describe as "practical" solutions to problems.
Im eindimensionalen Politometer der Washington-Post bin ich "Moderate". Zu beachten ist allerdings, dass Politometer je nach Land unterschiedliche Ergebnisse liefern können, inbesondere bestehen beträchtliche U Unterschiede zwischen den USA und Europa.

Dienstag, 27. November 2007

Männer und Frauen

Am 29.11.2007 läuft "Warum Männer nicht zuhören, und Frauen schlecht einparken", eine romantische Komödie, in den Kinos an.

Ein lustiger, nicht ganz ernst gemeinter "Lehrfilm" zur Evolutionsbiologie auf einem Niveau unter Eva Herman.

Die Frau kommt demnach in der Steinzeit im wesentlichen als Lagerplatzfrau und Mutter vor, was die steinzeitliche Dimension der Berufstätigkeit der Frau als Sammlerin unterschlägt. Damit erhält nur etwaige Minderwertigkeitsgefühle von Frauen neue Nahrung, vorausgesetzt sie verstehen sie wenig Humor wie bestimmte Feministen-Blogger. Schlimm. Das ist nicht zu begrüßen.

Spaßig ist der Film allerdings, weil die Akteure und Aktricen (Benno Fürman und Jessica Schwarz, und auch Uwe Ochsenknecht) den platten Humor mit amüsantem Spiel unter vollem Einsatz verbinden.

Samstag, 24. November 2007

Rose

Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot.

Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926

Dienstag, 20. November 2007

BRDDR

Thüringen führt jetzt den alten DDR-Kinderkredit wieder ein, den Eltern mit der Geburt weiterer Kinder "abzahlen". FAZ, 20.11.07, S. 11

Sonntag, 18. November 2007

Deutschland - Quo vadis?

Der amerikanische Historiker Steve Ozment schreibt in seinem Buch: A Mighty Fortress- A New History of the German People /Eine feste Burg – Die Geschichte der Deutschen, Manuscriptum 2006, Übersetzung von Robert Grözinger, S. 381:

„Wenn die lange Geschichte der Deutschen eine Richtschnur ist, ist es wahrscheinlich, dass die künftige Demokratie im Vergleich zu heute mit mehr Verantwortung verbunden und weniger 'naiv' sein wird. Im Verlauf dieser Geschichte haben die Deutschen Autorität und Ordnung ebenso sehr wie Freiheit und Gleichheit geschätzt, überzeugt davon, dass die beste Staatsform beides braucht und beides schützt. Die Fähigkeit, kollektiv zu handeln – nationale Einheit -, und das Recht, individuell zu handeln – politische Vertretung -, sind mindestens seit dem sechzehnten Jahrhundert die Zwillingssorgen der Deutschen gewesen, wobei die erste Selbstaufopferung und Konformität verlangt, die zweite Selbstbehauptung und Abweichung erlaubt. Ein historisch fundiertes, reifes deutsches Staatswesen wird wahrscheinlich die Freiheit mehr einschränken als die egalitären Demokratien Frankreichs und der USA, die wohl vergessen haben, wie Freiheit zu disziplinieren ist und infolgedessen die Kontrolle über das Individuum verloren haben. In der Weiterentwicklung des Frankreich von Rousseau und Robespierre und des Amerika von Jefferson und Emerson scheint individuelle Freiheit zu einem Recht des Egozentrismus geworden zu sein, das die Verantwortung des Bürgers der Öffentlichkeit gegenüber bedroht sowie die Verpflichtung des Gläubigen gegenüber Gott. Die Deutschen glauben nicht, dass die wahre Freiheit ohne Ordnung sein muss oder dass ein freies Volk das Recht hat, Amok zu laufen […]In dem Maße, wie schwindende Autorität und Ordnung für die älteren Demokratien der Welt problematischer geworden ist als die Ausweitung von Freiheit und Gleichheit, könnte die neue deutsche Demokratie eine Lösung für die modernen Krankheiten der liberalen Demokratien bereithalten."

Und weiter, S. 382:
"Die Befreiungsbewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts haben seitdem die Überreste der kaiserlichen Regierungsform, des Rassismus und des Sozialdarwinismus des neunzehnten Jahrhunderts in die Schranken gewiesen, und eine machtvolle Gleichheitsgesinnung floriert in den meisten Teilen des Westens. Allerdings haben radikaler Individualismus und Atheismus, radikales Elitedenken und radikaler Utopismus der intellektuellen und kulturellen Rebellion jenes Jahrhunderts bis ins einundzwanzigste Jahrhundert hinein überlebt. Die Bestrebungen dieser Revolution, die noch heute stark sind, bedrohen eine nachhaltige Demokratie ebensosehr, wie es irgendeine glaubwürdige Wiederbelebung des Faschismus tun würde. Die beste Verteidigung gegen beide sind alt und bewährt: Fakten und Beweise, Skeptizismus und gesunder Menschenverstand, Nüchternheit und Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Stärke."

Freitag, 16. November 2007

Alice Schwarzer gibt „Die Antwort“

Alice Schwarzer tourt durch die Lande und liest aus ihrem Buch „Die Antwort“. Das ist eine gute Gelegenheit, um den intellektuellen Zwischenstand dieser Frauenrechtlerin abzurufen. Wagemutig steuert der Verfasser dieses Beitrags in die Veranstaltung einer lokalen Buchhandlung. Erfreut angesichts solch seltenen Männerinteresses verkaufen ihm zwei Jung-Feministinnen die Eintrittskarte. Im Publikum des Kulturzentrums überwiegen nämlich Frauen, sodann sind Ehepaare und Pärchen zu sehen. Der Mann wird hier hinterdrein geschleppt. Allein erscheinende Männer sind die absolute Ausnahme. Bin ich gar der Einzige?

Nach etwas Verzögerung betritt Alice den Raum. Ein Schauer historischer Ehrfurcht fährt mir über den Rücken. Die bis in die letzten Reihen des Saals reichende Ausstrahlung dieser Frau ist positiv, sie wirkt einnehmender auch als in den früheren Fernsehauftritten, aus denen ich sie kenne. Sie könnte eine nette Omi sein, die Märchen vorliest. Nur Alice ist keine. Am nächsten Tag fällt mir in der Zeitung der bittere Zug in ihrem Gesicht auf, der im Saal nicht zu erkennen war.
Im heiteren unaufgeregten Plauderton präsentiert sie Kapitel ihres neuen Buches „Die Antwort“. Worauf die Antwort gegeben wird, zeigen Kapitelüberschriften mit Statements wie „Frauen sind von Natur aus anders“, „Abtreibung ist Mord“, „Prostitution wird es immer geben“. Sie hat die Lacher auf ihrer Seite, wenn es nicht gar zu bitterböse wird.

Für Schwarzer sind Frauen natürlich nicht von Natur aus anders, um auf diesen zentralen Punkt einzugehen. Hinter derartigen Behauptungen steht für sie eine biologistisch-religionsfundamentalistische Verschwörung. Wie man vielleicht weiß, sind sich Biologen und Bibel- und Koranfanatiker eigentlich nicht sehr einig. Aber im Punkt der Abwertung der Frau verschwimmt das Feindbild für Schwarzer in Eins. Von einem angeborenen„Geschlechtscharakter“ will sie nichts wissen.
Ziel ist immer noch in bewährt linkstotalitärer Rhetorik der „Neue Mensch“. In diesem propagierten Menschheitsideal sollen individuelle Unterschiede zwischen den Menschen gewichtiger sein als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Was sich da an Unterschieden zeigt, wird, so ihre Utopie, mit dem von ihr begrüßten Gender Mainstreaming eingeebnet.

Dem Frauenregiment gegenüber unbotmäßige virile und kämpferische Männer, die nicht dem Ideal des Neuen Menschen entsprechen, so die Hoffnung und Erwartung Schwarzers, werden von den Frauen aber auch auf dem Wege der geschlechtlichen Zuchtwahl ausgerottet. So wurde denn deutlich, dass auch Frau Schwarzer längst von der zeitgenössischen Leitwissenschaft der Biologie in ihrem Denken erfasst ist, das Denken nicht rein sauber soziologisch und offenbar von biologistischen, eventuell unrealistischen Erwartungen an Möglichkeiten von Menschenzucht infiziert ist.

Alice Schwarzer ist sicherlich eine nicht unkompetente Ansprechpartnerin, wenn es um die Geschichte der rechtlichen Stellung der Frau geht, man muss sich aber im Klaren sein, dass sie die u.a. von Martin van Creveld nachgewiesenen Privilegierungen der Frau, die es in der Geschichte immer gab, verschweigt, sofern sie ihr überhaupt bewusst sind. Alice Schwarzer heute ist eine listige Geschlechtslobbyistin, der es um die Machtfrage, somit nicht um die Wahrheit zu tun ist. Sie ist dabei durchaus in der Lage, die einnehmende Klaviatur der Waffen der Frau zu spielen, und diese den einfachen Frauen, den Objekten ihrer ideologischen Schulung, auch zu vermitteln. Sie geht davon aus, dass Männer Gegenleistungen für Leistungen und Einbußen erwarten, und rät den Frauen als Gegenleistung „Freundlichkeit“ anzubieten. Ansonsten zeigt sie sich nicht sonderlich bereit, die Perspektive der Männer einzunehmen.

Zu erwarten war, dass die Frage (von einem Mann) kam, wie sie denn zu Wehrpflicht der Männer stehe, wie auch ihre von Feministinnen bekannt ausweichende Antwort, dass sie die baldige generelle Abschaffung der Wehrpflicht erwarte. Sie befürwortet ein Soziales Jahr für alle, hat aber schon mitbekommen, dass Arbeitspflicht rechtlich nicht mehr zulässig ist, „weil das die Nazis schon gemacht haben“.

Auch den „Führer“ feiernde Frauenmassen ändern für die Chef-Lobbyistin der deutschen Frauenbewegung natürlich nichts daran, dass die Nazis „der Schlimmste aller Männerbünde“ waren. Das zu betonen ist propagandistisch wichtig, tauchte doch das Wort von den „Femi-Nazis“ zur Kennzeichnung von Erscheinungsformen moderner rücksichtsloser Feminität auf (welches eine Reaktion auf Aufdruck auf T-Shirts sein mag, die da lauten: „NOTHING CAN STOP US, BOY“, allgemein gibt es ja auch ansteigende Frauenkriminalität) Die weiblichen KZ-Aufseherinnen und diversen NS-Diven verschweigt sie, ebenso, dass die Nazis überlieferte christlich-religiöse Ehevorstellungen bekämpft und Frauen ins Arbeitsleben letztlich im Krieg stark integriert haben. Dass die Nazis Männer an der Front verheizt haben, während Omi daheim viele neue Berufe wie Schaffnerin, Telefonistin oder Gauleiter-Sekretärin kennen lernte, hindert Schwarzer nicht an der Dreistigkeit, zu behaupten, die Frauen hätten im 2. Weltkrieg mehr Opfer zu beklagen gehabt als die Männer.

Fragen von der Art der Wehrpflicht hätte man natürlich unentwegt weiter stellen können. Ganz vorsichtig schien es Schwarzer auch zu dämmern, dass Frauen es in verschiedenen Fällen leichter haben könnten, z.B. musste sie einräumen, dass sie Frauen in schwieriger Wirtschaftslage aus dem großen Druck, der in den Firmen herrscht -sozial akzeptiert- in die Schwangerschaft zurückziehen können. „Frauen sind keine besseren Menschen“, wiederholte sie mehrmals beschwichtigend - absatzweise nach der mit diversen Bosheiten gewürzten Kritik, die sie den Männern im Saal um die Ohren schlug. Nicht nur der Dialektiker konnte darauf kommen, dass sie vom Gegenteil ausgeht.
Auch ist sie nicht gänzlich schimmerlos, dass es die vom Sextourismus geschändeten Frauen und Kinder in der Dritten Welt sein könnten, die den gehobenen Status der Frauen gegenüber den Männern in der westlichen Welt zu bezahlen haben (Die Annahme von Zusammenhängen zwischen Demütigung von Männern durch Frauen und Kindesmissbrauch ist relativ populär).

Frau Schwarzer scheut mittlerweile nicht mehr die Nähe zur Frauen-Union und umgekehrt.
Wo es um Frauen-Lobbying geht, halten die Frauen jetzt offen parteiübergreifend zusammen, während früher die Unterstützung Schwarzers durch christsoziale Frauen nur hinter vorgehaltener Hand erfolgte. Ist pragmatische Machtpolitik nicht klassischerweise die Domäne der CDU/CSU? Insofern ist Schwarzer, die nur nicht nur „Die Antwort“ gibt, sondern auch die Frage nach der Macht stellt, an der richtigen Adresse.

Das Aussterben des Christenvolks vor Augen wollen die Frauen in Schwarz mit staatlichen Zwangs - und Umverteilungsmaßnahmen mehr Kinder bewirken. Die Schwarzer, die sich in dieser Frage indifferent zeigte, an anderer Stelle eine frauenfeindliche Verschwörung hinter der drei Jahrzehnte verspäteten Problematisierung des Geburtenschwunds vermutete, weiß genau, dass die Männer in ihrer in Bezug auf Kinder zunehmend misslichen rechtlichen und sozialen Lage davor ausweichen (werden), wie sie nur können, Kinder in die Welt zu setzen. Die staatliche Verkrippung, die aus Schwarzer-Sicht ebenfalls nur aus verdeckten frauenfeindlichen Motiven kritisiert wird, wird dem Geburtenschwund abhelfen, so verspricht sie, listig lächelnd. Die querulierende „48jährige Mutter“ Eva Herman hätte in ihrem Leben nie einen Kindergarten gebraucht, deswegen könne sie nicht mitreden, erklärt die kinderlose Schwarzer, ohne mit der Wimper zu zucken.

Natürlich kann man als Mann Dankschreiben an Feministinnen wie Schwarzer aufsetzen, weil Aktivistinnen wie sie den Mann von seiner rechtlichen Verantwortung (bis 1976) und der ökonomischen Bürde, die er früher für die Frau zu übernehmen hatte, befreit hat. Gleichzeitig muss weiter der Weg zur völligen Gleichheit vor dem Gesetz gegangen werden, alle Ansätze zu neuer Männerdiskriminierung, die von feministischer Seite kommen, abgewehrt werden und noch bestehende Benachteiligungen des Mannes beseitigt werden. Neben Veränderungen in der Wirtschaftwelt haben auch die Fortschritte der Medizin zur relativen sozialen Erstarkung des früher stärker von Krankheiten und Schwangerschaftsfolgen dahingerafften und geschwächten weiblichen Bevölkerungsteils geführt.
Macht- und karriereorientierte Männer müssen sich unter den Bedingungen der gegenwärtigen Wettbewerbsverzerrung durch Frauenquoten und – bevorzugung warm anziehen dem gegenüber, was an Frauenpower der noch in der Strickrunde sozialisierten Schwarzer nachgefolgt ist. Es kam zum Schluss das Gefühl auf, als habe der historische Prozess bereits eine solche Dynamik entwickelt, dass er dem intellektuellen Zugriff seiner Avantgardistin Schwarzer entglitten ist.

Dienstag, 13. November 2007

Von Löwen und Lämmern

"Von Löwen und Lämmern" ist ein Film, den ich als ehemaliger Politikstudent natürlich nicht auslassen konnte. Die Atmossphäre an einer politologischen Fakultät ist gut gezeichnet und kommt dem, was ich in Deutschland erlebt habe, recht nahe. Mein Außenpolitik-Prof., Stephan Bierling, in diesem auch in Deutschland teilweise sehr amerikanisch geprägten Fach war und ist Transatlantiker, ein glühender Amerika-Verehrer. Altbundeskanzler Helmut Schmidt rät freilich Deutschland ab, sich in die Auseinandersetzungen von USA und Israel im Nahen Osten einzumischen. Deutsche, die sich dort engagieren wollen, werden sich den Amerikanern andienen müssen.

Kurzinhalt:
"Die beiden ehrgeizigen Studenten Arian (Derek Luke) und Ernest (Michael Pena) nehmen die Aufforderung ihres idealistischen Professors Dr. Malley (Robert Redford), etwas Bedeutendes im Leben anzustreben, zum Anlass, sich freiwillig als Soldaten für den Einsatz in Afghanistan zu melden. Als Dr. Malley von ihrer spontanen Entscheidung erfährt, ist er gleichermaßen bewegt wie bestürzt. Während Arian und Ernest im Hindukusch bald nur noch ums nackte Überleben kämpfen, werden sie zum Bindeglied zweier scheinbar unzusammenhängender Episoden an der Ost- und Westküste der USA: Dr. Malley (Robert Redford) nimmt sich eines Studenten (Andrew Garfield) aus privilegiertem Elternhaus an, der jeglichen Enthusiasmus vermissen lässt. Zeitgleich versucht in Washington der charismatische Senator und potentielle Präsidentschaftskandidat Jasper Irving (Tom Cruise)eine ehrgeizige TV-Journalistin (Meryl Streep) mit einer brisanten Story zu manipulieren, die Arians und Ernests Schicksal besiegeln könnte."

http://www.vonloewenundlaemmern.de/trailer/

Montag, 12. November 2007

Jäger und Sammler

Bei dem Eva-Buch handelt es sich um einen populären Belehrungs-Traktat erklärt ohne wissenschaftlichen Anspruch.

Eva Herman bemüht auch die Menschheitsgeschichte und erklärt den evolutionären Hintergrund des unterschiedlichen Verhaltens von Mann und Frau.

Die "Steinzeitkeule" (Alice Schwarzer).

Das war mir so bereits bekannt. Nur für was spricht die "Steinzeitkeule", die besagt, dass Männer die längste Zeit der Menschheitsgeschichte als Jäger, die Frauen hingegen als Sammlerinnen mit Baby auf dem Rücken unterwegs waren? Spricht das für oder gegen die Berufstätigkeit der Frau?

Man könnte es so sehen:
Frauen waren also schon in der "Steinzeit" berufstätig (Sammlerin).
Die Feministinnen sind es also, die mit der Berufstätigkeit der Frau die Rückkehr in die Steinzeit predigen.
Eva Herman hingegen scheint das bürgerliche Biedermeier-Idyll als Lebensalternative für Frauen wieder ins Gespräch bringen zu wollen.

Was sagt man als Liberaler dazu? Eine jede, wie sie will und kann! Und auf eigene Rechnung!

Samstag, 10. November 2007

Rabentochter

Ein weiteres Buch hat meine Aufmerksamkeit gefunden: Katharina Ohana: "Ich, Rabentochter".

http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/:Ich,-Rabentochter-Mutter-Ungeheuer-/566695.html

Es thematisiert die Nachwirkungen der Gewalt-Traumata des 2. Weltkrieges bis in die Generation der Kriegsenkel. Kinder, die unter den Depressionen ihrer als Kind kriegsgeschädigten Mütter zu leiden hatten.

Derzeit ist in deutschen Landen "Familienaufstellung" in Mode. Derlei kann in einem vom Krieg insbesondere seelisch nachhaltig verheerten Land wahrscheinlich besonders gut gedeihen.

Freitag, 9. November 2007

Weitere Erkundungen in Hermans Eva-Buch

Henryk M. Broder meint, dass die ganze Debatte um Eva Hermans Haltung zur Familienpolitik des Nationalsozialismus so relevant sei wie die Frage, welche Haarspülung sie benutze. Da erscheint es interessanter, sich mit den von ihr geäußerten Thesen zur Gegenwartsgestaltung auseinanderzusetzen:

Eva Herman hat ein paar ganz interessante Thesen in ihrem Buch. Sie weist zB auf die verlängerte Lebenserwartung der Frauen hin und überlegt, ob es sich Frauen mit Hinblick darauf nicht leisten könnten, schon früh im Leben eine Auszeit als Hausfrau und Mutter zu nehmen, um die beruflichen Vorstellungen dann später zu verfolgen. Die Entwicklung wie sie jetzt läuft, dass Frauen immer später Kinder bekommen, erst Karriere dann Kind, ist aus medizinischen Gründen in der Tat besorgniserregend.
Sehr "gefährlich" sind die Überlegungen Eva Hermans, dass Familien die Versorgung der Kinder auch ohne Staat hinbekommen könnten, auf dem Weg von Privatinitiative und spontaner Vernetzung von Familien mit Kindern. Das ist ein Schlag ins Kontor der die Politik dominierenden Staatsgläubigen. Die umgehende Meinung in einer multikulturellen Gesellschaft sei eine derartige Selbsthilfe von Familien mit Kindern unmöglich, kann ich nicht teilen. Warum sollen die verschiedenen Konfessionen und Weltanschauungsgruppen nicht in der Lage sein, die Kinderbetreuung innnerhalb ihrer Gemeinde/Freundeskreis zu organisieren? Eher dürfte die Akzeptanz von Staats-Kitas, in denen Kinder unterschiedlichster und gegensätzlicher Konfessionen zusammen betreut werden, in einer immer diverseren Multikultur langfristig sinken, auch wenn derzeit die Mehrheit der Bevölkerung Kita-Pflicht zu bejahen scheint.

Dienstag, 6. November 2007

SVP auch bald in Italien?

In der FAZ, 6.11., S.13 ein Bericht: “Rom entdeckt seine Favelas - Ein Überfall hat den Zorn Italiens auf illegale Einwanderer geweckt. Jetzt kommen strenge Einwanderungsgesetze und Planierraupen zum Einsatz.”
“Der sonst gemäßigte Christdemokrat Pierferdinando Casini, bis vor zwei Jahren Parlamentspräsident, hat ganz öffentlich noch eine besondere Attraktion ausgemacht, die bestimmte Rumänen nach Italien locke: “Sie kommen hierher, weil es hier größere Toleranz für Straftaten gibt.”

Eva Herman über Nationalsozialismus

Bevor man zusammengehaspelte Aussagen auf Pressekonferenzen interpretiert, sollte man sich vieleicht auch mit dem auseinandersetzen, was der Sprecher geschrieben hat.

In ihrem ersten Buch setzt sich Eva Herman kritisch mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander:
“Was viele nicht wissen: Unserer distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem dritten Reich… Damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, sollten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden. Es gab nur ein Problem: die emotionale Bindung der Eltern an ihre Kinder. So lag es nahe, diese konsequent in Frage zu stellen und zu zerstören.” Das Eva-Prinzip, 2. Auflg., S. 140 f.

Montag, 5. November 2007

Warren Buffet zum Thema Steuer

Die WELT berichtet heute auf Seite 1 über Warren Buffets Ansichten zum Thema Besteuerung. Er ist gegen eine Abschaffung der Erbschaftssteuer: "Das wäre so, als würde man das Olympiateam für 2020 aussuchen, indem man die ältesten Söhne der Goldemedaillengewinner der Spiele von 2000 wählt."

Ferner: "Das Steuersystem hat sich in den letzten zehn Jahren zum Vorteil der Reichen verschoben und vom Mittelstand abgewandt; ich glaube nicht, dass das goutiert wird. Und ich finde man sollte das ändern."

Sonntag, 4. November 2007

Ein neuer Anfang

Hallo Freunde, ich begrüße Euch auf meinem neugestarteten Blog.

Scrutograph