Mittwoch, 26. Dezember 2007

Greise Nichtraucher

Die neue äußerst intolerante Anti-Raucher-Gesetzgebung in der EU ist auf den Gesundheitsegoismus der Nichtraucher zurückzuführen. Dieser ist wiederum auf den Wahn zurückzuführen, man könne sein individuelles Leben endlos verlängern und dies auch noch im Zustand ewiger Jugend. Forever young. Das Rauchen ist demnach das Menetekel des verdrängten Todes, der Raucher die Provokation gegenüber dem eigenen Anti-Aging-Lebensentwurf.

Bisher fand ich keinen liberalen Kommentator, der den Gesundheits-Egoismus hinter der Gesetzgebung deutlich benannt hat. Denn dort wäre der nichtrauchende Individualist zu finden, der sich nicht mehr in verrauchte Kollektive fügen will. Schuld soll demnach nur der sich ständig selbst vergrößerende Bürokratiestaat sein. Sicher auch - denn man vertraut offenbar nicht darauf, dass der Markt, d.h. die Wirte, von sich aus auf die zunehmende Nachfrage nach Nichtbelästigung durch Rauch ausreichend reagiert, indem etwa in großer Zahl Nichtraucher-Lokale und Nichtraucher-Zimmer entstehen.

Möglicherweise wird die Verdrängung des Rauchens tatsächlich zu einer steigenden Lebenserwartung führen, d.b. auch ein noch größerer gesellschaftliche Übermacht alter Menschen, womit wir dann beim Generationenkonflikt und dem demographischen Wandel angelegt wären.
So schließt sich der Kreis.

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