Samstag, 22. Dezember 2007

Ostfreiwillige auf deutscher Seite im 2. Weltkrieg

Bei Recherchen zur Geschichte der Freiwilligen aus Osteuropa und der Sowjetunion, die sich den Deutschen im 2. Weltkrieg zum Kampf gegen Stalin anschlossen, stieß ich auf den interessanten Fernsehbericht "Zwischen Halbmond und Hakenkreuz". Er bietet eine quellengestützte Erklärung an, warum ein Teil dieser Verbände im Verlauf des Krieges an der Invasionsfront und in Italien eingesetzt wurden: Um sie vor Vergeltungsmaßnahmen der Sowjet-Russen zu schützen. Dies erschien mir deshalb rätselhaft, weil die Ostfreiwilligen, solange sie an der Ostfront eingesetzt wurden, oft beträchtliche Verwirrung bei der Roten Armee auslösen konnten. Die letztliche Auslieferung der Ostfreiwilligen an die Sowjets wird auf shoa.de im Fall der Kosaken als eines der "schweren Kriegsverbrechen, deren sich die Britische Armee während des Zweiten Weltkriegs schuldig gemacht hatte" bezeichnet. Einige Antistalinisten aus der Sowjetunion konnten der Auslieferung entgehen und sammelten sich in München, derjenigen Stadt in Deutschland, die zum Zentrum zum Teil muslimischer SU-Exilanten während des Kalten Krieges wurde.

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