Donnerstag, 13. Dezember 2007

Roth über "Deutsche Zustände"

Zur Langzeitstudie "Deutsche Zustände" von Wilhelm Heitmeyer, hier ein Beitrag von ihm aus dem Jahre 2006, reagiert Claudia Roth, Bündnis 90 - Die Grünen, wie folgt:

"Die Langzeitstudie von Wilhelm Heitmeyer zeigt die drohende Gefahr,
dass aus einer sozialen Marktwirtschaft eine unsolidarische und kalte
Marktgesellschaft wird, eine Gesellschaft, die alle sozialen Beziehungen ökonomisiert und nur noch in Kriterien der Effizienz und Nützlichkeit
denkt. Und die Studie zeigt, dass der wirtschaftliche Aufschwung noch nicht in
der Breite der Gesellschaft angekommen ist. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen besteht die soziale Spaltung fort. Das Leben vieler Menschen bleibt von tiefen Abstiegsängsten geprägt.Kälte und Abstiegsangst sind ein Nährboden für menschenfeindliche Einstellungen, nicht zuletzt für Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus. Wer den Kampf gegen rassistische und menschenfeindliche Haltungen nicht nur kurzfristig und symbolisch, sondern langfristig und wirksam führen will, muss für eine solidarische Gesellschaft kämpfen - und gegen die inhumane Ökonomisierung aller menschlichen Beziehungen, von der neoliberale Ideologen träumen.
Die Studie zeigt, dass der Kampf für den Erhalt der Programme gegen
Rechtsextremismus wichtig und richtig war, um demokratische und
humanistische Werte zu stärken."


Ironie-Modus an: Claudia Roth sieht die Gesellschaft offenbar in einem gefährlichen Marktwirtschaftstrend. Marktwirtschaft führt etwa nicht zu mehr Internationalität und Weltoffenheit, sondern zu Rechtsextremismus, das haben wir doch in der 40 Jahren BRD alle gesehen...Deswegen blüht der Rechtsextremismus auch so in Ostdeutschland, was nur auf 40 Jahre menschenfeindliche Indoktrination der Menschen dort durch "Neoliberale" zurückzuführen sein kann. Auch sind in einer solidarischen Roth-Gesellschaft natürlich die ehernen Gesetze der Ökonomie -zack- außer Kraft gesetzt.
Umerziehungsprogramme gegen Rechtsextremismus - gut, wo aber sind die Umerziehungsprogramme gegen den DDR-Nostalgismus von Grünen?
Ich wandle ab:

Die Abstiegsängste der Grünen sind ein Nährboden für antiwestliche
Einstellungen, nicht zuletzt für Antiliberalismus, Antikapitalismus und
DDR-Nostalgismus.

Ironie-Modus aus.

Eins ist klar, bei Verarmung der Gesellschaft wird das soziale Klima in der Tat weiter leiden. Sündenböcke werden auch diesmal gefunden werden. Wer die Pressemitteilung von Roth durchliest, wird in den letzten Zeilen dahingehend fündig. So war es auch in der Weltwirtschaftskrise in der Endphase der Weimarer Republik. Die Grünen mit ihrer ökonomischen Ignoranz und immer neuen beknackten Regulierungsideen werden das aber sicher nicht aufhalten, sondern befördern. Deutschland wird weiter in einen primitiven BRDDR-Volkssozialismus zurückfallen, wenn es mit der neuen weltweiten Wirtschafts-Konkurrenz nicht mithalten kann und die Eliten nicht zur Verteidigung der Marktwirtschaft bereit oder fähig sind.

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