Freitag, 18. Januar 2008

Abschiebeland USA

In den USA scheint es weniger Probleme mit Gewaltkriminalität von Migranten zu geben, dafür werden straffällige Ausländer umso konsequenter abgeschoben.
In Amerika hat die Strafform der Ausweisung große Tradition, man denke nur an die Lynchjustizmethode des Teerens und Federns, die die Pioniere in Ermangelung von staatlicher Ordnungsmacht und Gefängnisbauten pflegten.
Es ist aber zu beachten, dass in den USA das ius soli gilt. Wer dort geboren ist, ist automatisch amerikanischer Staatsbürger, und nicht mehr abschiebbarer "Ausländer", so dass es das deutsche Phänomen des desorientierten und verhaltensauffälligen Gastarbeiterkindes der 2. oder 3. Generation, das nicht weiß, welchem Land es sich zurechnen soll, in dieser Form nicht gibt.

Am meisten fürchtet die Regierung derzeit, dass radikalisierte Moslems aus Europa einwandern könnte. Bürger aus westeuropäischen Staaten und Australien
können visafrei in die USA fliegen, und in diesen Staaten leben um die 30 Millionen einheimische Moslems. Michael Chertoff, Chef des Department of Homeland Security hat bereits erwogen, Briten pakistanischer Herkunft vom Visa-Waiver-Programm auszunehmen oder aber die visafreie Einreise von Briten gänzlich zu unterbinden. (Eva Schweitzer, DIE ZEIT)



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