Mittwoch, 30. Januar 2008

Die Grünen - die Partei für den deutschen Spießer

Wie konnte es dazu kommen, dass die einstige Außenseiter-Partei die Grünen in die Mitte der Gesellschaft vorstoßen konnte, um sich damit auch als Konkurrenz für die FDP zu etablieren?

Dazu drei Überlegungen:

Das Chaos im Mülleimer widerstrebt dem deutschen Ordnungssinn. Bananen, Dosen, Zeitungspapier, Kondome - alles in einem Beutel? Das kann nicht sein. Zudem ist der Leichtsinn und die Gedankenlosigkeit beim Vorgang des "Wegschmeißens" an sich schon der Vorstellungswelt des ernsthaften und nachdenklichen deutschen Spießers ein Gräuel. Diesen Sauhaufen haben die Grünen versprochen, mit eisernem Besen auszufegen.

Sonnenenergieanlagen lassen sich immer, Windräder zum Teil im Eigenheim oder auf Privatgrundstücken verwirklichen. Das kommt der Sehnsucht des deutschen Spießers entgegen, "alles von zu hause" zu erledigen, auch die Energieversorgung im Sinne von häuslicher Autarkie. Zudem kommen die erneuerbaren Energien in Form des Dachaufsatz auch noch der Bastelleidenschaft im Hobby-Keller entgegen, denn da gibt es sicher viel zu warten und zu reparieren.

Sodann spricht das ökologistische Prinzip der "Nachhaltigkeit" auch Denkstrukturen in der schwäbisch-deutschen Krämerseele an, ist es doch sehr haushalterisch. Logik: Die Ressourcen gehen uns aus, deswegen müssen wir den Verbrauch strecken, um uns im Hobby-Keller geschwind noch technische Auswege ausdenken zu können.

Und was wird mit all dem erreicht? Das mit seinen Protuberanzen dem deutschen Ordnungsinn heftig widerstrebende Weltklima wird erstmals in der Erdgeschichte konstant gehalten und ganz wichtig: Die Deutschen können mal wieder die Welt retten, und es bewahrheitet sich das Wort Stefan Georges: "dass einst des erdteils herz die welt erretten soll".

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