Mittwoch, 18. Juni 2008

Kapitulation und Unterwerfung

Wenn man das Thema Kapitulation behandelt, müssen auch verwandte Wortfelder wie Unterwerfung behandelt werden.
Unterwerfung ist zumal das, was der Islam verlangt bzw. schon dem Namen nach bedeutet, aber offenbar nicht nur dieser:

"In der Kirche kommt es zu keiner „Klärung“ von anstehenden Fragen. Ihre Lehre steht unverrückbar fest. Sie erlaubt kein Hinterfragen, sondern verlangt absolute Unterwerfung unter ihre unhaltbaren Glaubenssätze. Sie erzwingt diese Unterwerfung so rücksichtslos, wie jedes andere totalitäre System in der Welt. Das viel beschworene geschwisterliche Miteinander in der Kirche gibt es nicht." - Willibald Glas, „Christentum und Gewalt“, 1992, S. 170

In der Wikiquote findet man ferner:

"Aus der Geschichte geht hervor, dass Bündnisse und Garantien meistens der erste Schritt zur Unterwerfung eines Teils, natürlich des schwächern sind, wenn er nicht auf der Hut ist." - Johann Gottfried Seume, Apokryphen

Das kann ich gerade aus der Erfahrung mit einem Internet-Strategiespiel, in dem man auch Bündnisse schließen kann, bestätigen.

"Geistige Unterwerfung beginnt mit der Annahme der Fragestellung", schrieb Ernst Jünger einmal.
Beginnt sich der Westen nicht bereits dem Islam zu unterwerfen, wenn er zB anlässlich eines Eheverfahrens in Frankreich zu diskutieren beginnt, ob die Jungfräulichkeit eine "wesentliche Eigenschaft" einer Frau sei?

Der Westen mag die großen militärischen Auseinandersetzungen gewinnen, bei denen islamische Streitkräfte, so die des Irak, kapitulieren müssen. Gegenüber der schleichende Veränderung der Gesellschaften Westeuropas wirkt er seltsam hilflos und panisch, wie ein Elefant, der vor einer Maus in Schrecken gerät.

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