Mittwoch, 18. Juni 2008

Katastrophe, Kollaps, Untergang

Neben der Beschäftigung mit dem Thema Kapitulation in Essayistik und Musikdichtung gibt es gegenwärtig noch umfassendere Herangehensweisen an die Thematik im Westen: Da geht es dann nicht um Unterwerfung unter fremde Kulturen, sondern um die Angst unter die Räder der ausgebeuteten Natur zu geraten. Es gibt ein voluminöses Werk mit dem Titel "Kollaps", zumal in Deutschland die allgegenwärtige Furcht vor der Klimakatastrophe. Die Furcht des Westens vor dem Verlust seiner einzigartigen globalen Machtstellung entspricht die Angst davor, dass der Mensch seine biblische Herrscherstellung über die Natur verliert.
In Deutschland ist das Wort "Untergang" bei dieser Thematik von Bedeutung. Man entsinnt sich noch fern des Buches "Der Untergang des Abendlandes" von Oswald Spengler, der davon ausgeht, dass verschiedene Kulturkreise auf Welt nach festen Gesetzmäßigkeite aufblühen und verdorren. Bernd Eichinger befasst sich in dem vielbeachteten Kinofilm "Der Untergang" mit letzten Tagen in einem Kommandobunker.
Ich denke, ein Film über ein derartiges historisches Thema sagt auch etwas über die Gegenwart aus.

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