Dienstag, 10. Juni 2008

Links-militante Geschichtsverdränger

Ein Fall von militanter Vergangenheitsverdrängung meldet DIE WELT aus Potsdam.
Wer hätte gedacht, dass die Konfrontation mit der Geschichte des Mittelalters in Gestalt eines Vortrags über "Hoch- und spätmittelalterlichen Ostsiedlung bzw. -kolonisation bis zum 14. Jahrhundert" derartige Tumulte auslösen kann? Erika Steinbach ist beileibe nicht die einzige, die "einige Menschen" in Osteuropa als Deutsche ansieht. Anmaßend ist es von den Linksextremisten, sich mit Gewalt als Interessenvertreter der osteuropäischen Länder aufzuspielen, obwohl dort gerade oft der Verweis auf die gemeinsame Vergangenheit mit den Deutschen zunehmend gesucht wird.

Die "Lust am Einknicken" gilt offenbar auch vor den Gewaltandrohungen von Linksextremisten. Der Geist weicht der Gewalt. Wir bewegen uns in gesellschaftliche Zustände, in denen intellektuelle Betätigung, wozu auch Beschäftigung mit Geschichte gehört, zunehmend auf Polizeischutz angewiesen ist. Geschichte provoziert durch ihre Differenz gegenüber heutigen Zuständen. Mangelnde Bildung wird mit Händen und Füßen verteidigt, als auch die Scheu in Osteuropa Verantwortung zu übernehmen.

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