Donnerstag, 31. Juli 2008

Ein wirklich irres Blog: Obama, der Messias

Was die deutsche Presse Obamanie nennt, schlägt sich auch in Blogs nieder, zB in obamamessiah.blogspot.com, der die Verehrung von Obama als "Messias" auf die Spitze treibt.

Das geht nochmal über die Verehrung, die der deutsche Blogger und Superstarsucher Dominik Hennig Obama entgegenbringt, hinaus.

Als Deutscher, dem der letzte politische Messianismus mit der Erlösergestalt Hitler noch im historischen Gedächtnis ist, beginnt man da Übles zu wähnen. Die Krise in den USA muss schon ziemlich fortgeschritten sein.

Oder entwickelt sich hier eine neue westliche politische Religiosität als Antwort auf die Herausforderung durch die Polit-Religion des Islam?

Mittwoch, 30. Juli 2008

Politically Incorrect - Nur vorgebliche Menschenrechtsschützer?

Das Suchergebnis bei Google für die Seite "Politically Incorrect" spuckt folgende Blogbeschreibung aus:

"Politically Incorrect
Vorstellung eines Blogs, der sich bewusst gegen den Mainstream stellt und vorgibt, sich für die Menschen- und Grundrechte einzusetzen."

Es steht dort eindeutig "vorgibt"! Bisher dachte ich immer die Kurzbeschreibungen in den Google-Ergebnissen würden von den gefundenen Seiten selbst stammen. Kann es sein, dass die Macher von Politically Incorrect ein derartiges Eigentor in ihrer Selbstbeschreibung schießen?

Des Rätsels Lösung findet sich hier.

Sozialdemokraten gegen "Die Linke"

Martin S. Hagen, ehemaliger Vorsitzender der bayerischen JuLis, thematisiert in seinem Blog ein interessantes Papier des Seeheimer Kreises zur Bekämpfung der "Linken".

Da fällt mir gerade auf:

"Die Linke" - mit ihrer Namensgebung setzt diese Partei den antipluralistischen politischen Alleinvertretungsanspruch, den schon die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) erhob, fort.

Einwanderungs-Notstand in Italien

Aufgrund seiner massiven Probleme mit illegaler Einwanderung ruft Italien den landesweiten Notstand aus.
Das mit der Festung Europa, die sich nur die Rosinen aus den internationalen Migrationsströmen herauspickt, wird wohl nichts. Das Mittelmeer taugt nicht als Barriere, verbindet eher, als dass es trennt.

Dienstag, 29. Juli 2008

Gunnar Heinsohns Fragen von Leben und Tod

Zur Zeit beschäftige ich mich mit den Büchern von Gunnar Heinsohn, auf die ich durch seine Publikationen in Zeitungen aufmerksam wurde.

In "Söhne und Weltmacht" referiert er zum Teil einfach nur CIA-Analysen. Aber allein das schon macht in Deutschland interessant.

Sein wichtigstes Werk ist wohl "Die Vernichtung der weisen Frauen".
Die Zentralthese lautet, "daß die Geburtenkontrolle nicht nur durch die Hexenverfolgung weitgehend beseitigt worden ist, sondern dass die Vernichtung der weisen Frauen ausdrücklich in bevölkerungspolitischer Absicht zur Unterbindung der Geburtenkontrolle von Kirchen und Staat ins Werk gesetzt wurde. (...) Das Verschwinden der Geburtenkontrolle ergab sich demnach nicht als unbeabsichtigtes Nebenprodukt einer aus ganz anderen und bisher lediglich noch nicht verstandenen, über Jahrhunderte hinweg betriebenen Massentötung, sondern verdeutlicht erst die politische Rationalität hinter diesen Massakern. Eher lässt sich die neuzeitliche Hexenverfolgung als Nebenprodukt der Geburtenkontrollbekämpfung fassen." (Heinsohn, 5. Auflage, S. 13)

Es soll also bei der Hexenverfolgung, die im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit ihren Höhepunkt erreicht, ganz wesentlich um die Vernichtung von naturmedizinischem Abtreibungswissen und die brutalstmögliche Bestrafung von Verhütung, Abtreibung und Kindstötung gegangen sein, um im Interesse der Obrigkeit (Adel und Kirche als Grundherren) die Wiederbevölkerung Europas nach der Großen Pest anzutreiben.

Den "Teufel" dechiffriert Heinsohn in der Sprache der Hexenjäger ganz wesentlich als die Absicht zur Geburtenkontrolle. Dies erscheint vor dem Hintergrund von Klassikerlektüre gar nicht mal so unplausibel. So lässt noch Goethe seinen Mephisto sprechen: "Besser wär´s, dass nichts entstünde."

Von der historischen Fachwissenschaft werden die Thesen Heinsohns als unbelegt zurückgewiesen. Es wird entgegengehalten, dass die Hexenverfolgung vielfach von der Bevölkerung an die Obrigkeit herangetragen wurde, nicht umgekehrt, was Heinsohn als Verselbständigung des von der Obrigkeit etwa durch die päpstliche Hexenbulle von 1484 angezettelten Geschehens wertet. Vor allem wird kritisiert, dass es nur in einem kleinen Bruchteil der Prozesse um Zauber gegen Nachwuchs gegangen sei. Zeitgeistbeeinflusst wird auch in jüngster Zeit auch die damalige Klimaverschlechterung in den Mittelpunkt gerückt, für die die Bevölkerung Schuldige in den "Hexen" und auch "Hexern" zu finden suchte. (Wie ja auch heute die Klimaschützer die Ursachen des Klimawandels bei den Menschen suchen, eine Anmerkung, die ich mir nicht verkneifen kann.)

Heinsohn hält die Hexenverfolgung nicht nur für ursächlich für den Anstieg der Geburtenzahlen, auf den die Bevölkerungsexplosion zurückzuführen sei, sondern geht in den Folgerungen aus seiner Analyse sogar so weit, zu bestreiten, dass es einen natürlichen Fortpflanzungsimpetus gebe, dieser sei vielmehr historisch in Europa durch die Hexenverfolgung und die sich daran anschließende immer intensivere staatliche Verfolgung aller Arten von individueller Geburtenkontrolle in die Bevölkerung eingepflanzt worden.
Ob man das wirklich aus der Beobachtung, dass in Stammesgesellschaften Geburtenkontrolle betrieben wird, oder die römischen Sklavenhalter lieber auf Adoptivsöhne als auf eigenen Nachwuchs setzten, folgern, zumal auch auf Frauen beziehen kann?

Wenig bestreiten kann man im Gegensatz zur Deutung der Hexenverfolgung als Geburtenkontrollbekämpfung die neuzeitliche Neuheit der Bekämpfung der Abtreibung, der Kindstötung und der Durchsetzung einer auf Fortpflanzungsförderung ausgerichtet deutbaren Sexualdisziplin durch die Strafgesetze, in Deutschland vor allem einsetzend mit der Constitutio Criminalis Carolina 1532. Deren Sexualrecht hat aber nichts (oder nach Heinsohn, die Vorläufer dieser Strafbestimmungen bereits im "Hexenhammer" von 1485 verortet: nichts mehr) mit der Hexenverfolgung zu tun. Reste dieser über Jahrhunderte tobenden eine ganze Gruppe von Delikten erfassenden Strafverfolgungswelle, von der auch die Homosexuellen betroffen waren, die im Hochmittelaltern wie Heinsohn glaubt noch nicht verfolgt wurden, bildet etwa der Inzest-Paragraf im StGB.

Es finden sich freilich auch dazu Interpretationen, die etwaige bevölkerungspolitische Absichten ausblenden, etwas, dass es "in der frühen Neuzeit ... im Zuge des Staatsbildungsprozesses ... und einer angespannten ökonomisch-ökologischen Situation unter dem Eindruck einer Kleinen Eiszeit zum Versuch verstärkter moralischer Kontrolle abweichenden Verhaltens unter religiösen Gesichtspunkten" kam. (Wolfgang Behringer: Hexen, München 2005, S. 89 f.)

In seiner formalen Gestaltung und Gliederung durch Eingangsfragen ähnelt Heinsohns Buch, das mir in der 5. Auflage vorliegt ein wenig dem "Hexenhammer", der historischen Hexenprozessinstruktion von Heinrich Kramer. Möglicherweise ein subtiler Gag Heinsohns, der seine Deutung des Geschehens ganz wesentlich auf Ausführungen in dieser Instruktion stützt.

Am Schluss seines Buches, in dem Heinsohn klare Ratschläge für Einwanderungs- und Bevölkerungspolitik gibt, wird deutlich, dass ihn in seiner Deutung der Hexenverfolgung politische Motive antreiben, die linksliberal-ökologisch zu verorten sind.

"Bis zum Beginn der europäische Neuzeit steht überall auf der Welt die Fortpflanzung in der persönlichen Entscheidung und Verantwortung der einzelnen Menschen." (Die Vernichtung der weisen Frauen, 5. Auflage, S.315)

Damit ist auch das ideologisch-politische Programm Heinsohns für die Gegenwart beschrieben, das er möglicherweise auf die Zustände in der Gesellschaft des Mittelalters zurückprojiziert. Die Rückkehr zu angeblich besseren Zuständen in einem vorvergangenen geschichtlichen Zeitalter stellt oft die historische Unterfütterung von politischen Zielen in der Gegenwart dar. Daher kommt ja auch der Ausdruck "Revolution". Ich bin jedenfalls skeptisch gegenüber der Behauptung, die tribalistische oder feudalistische Vor-Neuzeit sei durch "Verantwortung der einzelnen Menschen" gekennzeichnet gewesen.

Heinsohn mit diesem Bestseller den FemininistInnen 1985 jedenfalls ein Werkzeug (einen "Hammer") an die Hand gegeben, mit denen sie Abtreibungs- und Verhütungskritiker mit fanatischen und gynophoben Hexenjägern des Spätmittelalters gleichsetzen und sich selbst als Nachfahrinnen verfolgter Naturheilkundlerinnen inszenieren konnten. Da die Abtreibungsgegner den Vorwurf des Massenmords erhoben und erheben, konnten die Feministen im Kampf um die Abtreibung diesen Vorwurf nun (historisch) an diese zurückgeben.
Vor dem Hintergrund der Schilderungen Heinsohns, die auch Zitate von (früh-)neuzeitlichen Merkantilisten einschließen, die die Geburtenzahlen pro Frau maximal nach oben treiben wollten, wird plausibel, wie die Feministinnen darauf kamen, davon zu sprechen, Frauen seien zu "Gebärmaschinen" erniedrigt worden.

Das Thema der Geburtenkontrolle bleibt aktuell - auch wenn der Staat seinen Strafanspruch gegenüber der Abtreibung mittlerweile weitgehend aufgegeben hat und Verhütungsmittel für jedermann zugänglich sind - die Katholische Kirche verwirft Abtreibung und Verhütung nach wie vor, und die Politiker sinnen über Wege, wie sie dem neuerlichen massiven Geburteneinbruch in der Moderne entgegensteuern könnten. Derzeit werden noch rein wirtschaftliche Instrumente angewandt, die allerdings laut Heinsohn schon im Römischen Reich den Geburtenschwund nicht aufhalten konnten. Man darf gespannt sein, was noch kommt.
Heinsohn empfiehlt Einwanderung, sprich: Outsourcing der so teuren und anstrengenden eigenen biologischen Reproduktion zur Lösung aller demographischen Probleme, wobei allerdings in "Söhne und Weltmacht" die Tonlage zum Schluss dahingehend schon etwas skeptischer wird als 1985. Vielleicht ist mit Einwanderung doch das eine oder andere Problem verbunden, das möglicherweise von kühnen Bevölkerungsverschiebern wie Heinsohn übersehen worden ist.

Auch Hexenglauben gibt es heute noch weltweit und insbesondere Hexenverfolgungen in Afrika. Bevölkerungspolitische Absichten von Regierungen sind dabei nicht erkennbar.

Wie spart man Energie?

In der Runde nach dem IUF-Vortrag erfuhr ich auch, dass immer kuriosere bzw. verzweifeltere Ideen in der Bevölkerung auftauchen, wie man Energie sparen könnte.

Die Auffassung, man könne Energie sparen, indem man Wäsche in der Wohnung statt im Trockner trockne, könne man Energie sparen, wurde als irrig zurückgewiesen.

"Kriecherische Deutsche"

Dass sich das Wahlkampfteam von John McCain vollständig in den Vorstellungswelten von Winston S. Churchill verannt hat, zeigen nicht nur die gruseligen Wahlvideos von John McCain(siehe dazu auch dieses Blog), sondern auch die neuesten Wutausbrüche aufgrund des erfolgreichen Obama-Auftritts in Berlin mit
200 000 Zuhörern. Das Wahlkampfteam von John McCain spricht davon, dass Barrack Obama eine Rede vor "kriecherischen Deutschen" einem Besuch bei der US-Truppe vorgezogen habe. Von den Deutschen, die man entweder an der Gurgel oder zu den Füßen hätte, sprach zuletzt der Deutschenhasser Churchill.

Es ist schon so etwas wie ein Eingeständis des Triumphes für Obama, wenn so kommentiert wird.

Montag, 28. Juli 2008

Die Stadtschloss Berlin Initiative - ein wahrhaft libertäres Projekt.

Der Besuch einer Pressekonferenz der Stadtschloss Berlin Initiative überzeugte mich, dass dieses Projekt, das von dem Berliner Rechtsanwalt Lür W. Waldmann angeschoben wurde, aus mehreren Gründen weiterhin Unterstützung verdient.

Die Stadtschloss Berlin Initiative ist diejenige Initiative, die die Wiedererrichtung des Stadtschlosses im Gegensatz zur konkurrierenden Gruppen und dem Staat aus Investivkapital finanzieren will, nicht durch Steuergelder oder durch Spenden. Das ist ein Ansatz, der aus libertärer Sicht absolut unterstützenswert ist.

Zudem möchte die Stadtschloss Berlin Initiative das Schloss wenigstens zum Teil kommerziell nutzen. Es soll als Touristenmagnet für Berlin dienen und auch die Mitte Berlins beleben. Werden die Pläne des Staats Realität, die lediglich eine Nutzung als Museum vorsehen, wird die Mitte Berlins dauerhaft als Museumslandschaft veröden. Das Areal des Berliner Stadtschlosses ist aber historisch-architektonisch nicht die Fortsetzung der Museumsinsel, sondern stellt den Ausgangspunkt der Prachtstraße "Unter den Linden" dar.

Besonders zu begrüßen sind die Pläne der Stadtschloss Berlin Initiative, auch den Renaissance-Teil des Schlosses wiederzuerrichten. Berlin könnte einen architektonischen Hinweis auf seine früheste Vergangenheit gut vertragen, an diesen fehlt es nämlich dieser Stadt.

Öl geht uns nie aus...

DIE WELT berichtete vor einiger Zeit über einen anstehenden Ölrausch in Brandenburg.

Und beim Institut für unternehmerische Freiheit (IUF) debattierte man in der Veranstaltung "Ökonomie am Feierabend", ob Spekulation den Ölpreis nach oben treibe. Im Anschluss daran entbrannten Diskussionen, ob uns das Öl jemals ausgehe. Da meinte doch Sascha Tamm, das Öl werde uns nie ausgehen, weil durch die Verknappung der Preis so ansteigen werde, dass damit immer sparsamer umgegangen werde.

Eine Haarspalterei ist das. Dann ist es uns irgendwann eben so gut wie ausgegangen, weil die letzten Öltropfen so teuer sind, dass sie niemand mehr bezahlen kann.

Samstag, 26. Juli 2008

Ostalgie für Touris

Auf der Suche nach Quellen der DDR-Nostalgie, die uns noch manchen Ex-SED-Wahlerfolg bescheren wird, wird man in Berlin schnell fündig. Man muss nur die nächstbeste Touristenfalle, zB das auf internationalen Tourismus zugeschnittene DDR-Museum an der Spree, gegenüber dem Berliner Dom, aufsuchen.

Dort kann man neben den Schaukästen unter anderem folgende Ausführungen über die Verhältnisse in der DDR lesen:

"In der DDR herrschte weder Not noch Elend. Der Staat garantierte niedrige Preise."

"Gute Arbeit wurde auch gut bezahlt."

"An Arbeit mangelte es nicht."

"Die DDR kannte keine anonymen Massenuniversitäten. In den Seminaren saßen nicht mehr als 25 Studenten."

Ein nicht ganz so possierliches Bild der DDR zeichnet das Stasi-Museum in der Normannenstraße. Das liegt freilich weit ab vom Schuss in Berlin-Lichtenberg. Der ausgestellte Gefangentransportwagen, in den die DDR ihre Opfer pferchte, ist allerdings auch ziemlich klein. Frischluft gab es nicht darin.

Ach, was sind die Ost-Ampelmännchen niedlich. Dass die Ampelmännchen optisch eine weit geringere Angleichung der Geschlechter als die West-Pendants bringen, stört anscheinend niemand, sie breiten sich jetzt auch in Westdeutschland aus.

Wer trägt heute eigentlich noch solche Hüte?

Freitag, 25. Juli 2008

Berlin - die umkämpfte Stadt

Vor einiger Zeit frage ich mich, inwieweit die Rote Armee bei ihrem Einmarsch in das Deutsche Reich während des Weltbürgerkrieges, der sich 2. Weltkrieg nennt, von Überläufern und deutschen Kommunisten unterstützt wurde. In Berlin-Pankow fand ich eine Gedenktafel die an Else Jahn erinnert, eine deutsche Kommunistin, die sich der Roten Armee als Scout im umkämpften Berlin zur Verfügung stelle.

Architektonische Geschichtserzählung?

In der Nähe des Berliner Schlossplatzes fand ich folgendes Flugblatt zum Bau des Humboldtforums (Wiederaufbau des Stadtschlosses):

"Wer Geschichte ganz vernichtet hat nichts gelernt und macht später den gleichen Fehler noch mal.
Bitte kleine Teile des ehemaligen Palastes der Republik in den Neubau integrieren."

Scheußliche architektonische Mahnmale gegen den Sowjet-Sozialismus stehen in Berlin eigentlich noch genug herum. Für manche Berliner Schüler übrigens nicht genug. Aus dem aufrenovierten Zustand von Teilen Ostberlins folgern einge von ihnen einer wissenschaftlichen Erhebung zufolge, dass die DDR, die sie selbst nie erlebt haben, der bessere Staat gewesen sein müsse.

Freitag, 11. Juli 2008

Das Versailler Königstor

Frankreich hat das bei der Revolution von 1789 beseitigte Königstor in Versailles in strahlendem Glanz wiederhergestellt. Eine Meldung der FAZ dazu.
Die Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses ist also nicht ganz ohne Parallelen in Europa.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Ausstieg aus dem Atomausstieg

Zur aktuellen Diskussion um die Zukunft der Kernenergie in Deutschland erklärte der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder:


"Die Debatte um eine Wende bei der Kernenergie muss jetzt geführt werden. Die enorm gestiegenen Kosten für Energie verunsichern die Menschen und machen endlich den Weg für einen nüchternen und unideologischen Blick auf die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland frei. Dabei wird sichtbar, dass der rot-grüne Ausstiegsbeschluss ohne langfristige Perspektive, ohne Verantwortung für die Zukunft und ohne ein tragfähiges Energiekonzept getroffen wurde. Er war lediglich auf vage Hoffnungen auf einen sinkenden Stromverbrauch und auf erneuerbare Energien gegründet.

Heute wird einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein werden, die Kernenergie zu ersetzen, die die Hälfte der Grundlastversorgung in Deutschland sicherstellt. Auch wird der Strombedarf in Deutschland − wie in allen Industriestaaten − weiter wachsen. Die absehbare Stromlücke könnte technisch zuverlässig und kostengünstig nur durch neue Kohlekraftwerke geschlossen werden. Damit rücken die ehrgeizigen klimapolitischen Ziele der Bunderegierung jedoch in unerreichbare Ferne. Auch die Klimapolitik der Europäischen Union wäre insgesamt zum Scheitern verurteilt, wenn Deutschland als der mit Abstand wichtigste Industriestandort Europas die Kohleverstromung massiv ausbaut. Der Ausstieg aus der Kernenergie ließe sich nur dann mit den ehrgeizigen klimapolitischen Zielen vereinbaren, wenn Deutschland durch hohe Stromkosten und eine unsichere Versorgung infolge zu geringer Kraftwerkskapazitäten in naher Zukunft deindustrialisiert werden würde. Der Preis wären wirtschaftlicher Abstieg, Verarmung und soziale Verwerfungen auf breiter Front.

Um Strom langfristig verlässlich, kostengünstig und in ausreichendem Umfang für alle Bürger und die Industrie zur Verfügung zu stellen sowie die Ziele der Klimapolitik zu erreichen, ist eine Rücknahme des Ausstiegs aus der Kernenergie notwendig. Zum einen müssen die Restlaufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke verlängert werden, damit eine Versorgungskrise und soziale Ungerechtigkeit wegen des Ersatzes preiswerter Kernenergie durch Strom aus immer teureren Quellen wie Windmühlenparks und Erdgas vermieden wird. Zum anderen muss die deutsche Energiepolitik wieder internationalen Anschluss finden und mit langfristiger Perspektive auf einen Ausbau der Kernenergie durch Neubauten setzen. Denn Kernenergie ist derzeit die einzige Energieform, die den Strombedarf eines modernen Industrielandes zuverlässig, wirtschaftlich und klimaneutral decken kann."

Montag, 7. Juli 2008

FORREST GUMP GOES TO HEAVEN

The day finally arrived. Forrest Gump dies and goes to Heaven. He is at the Pearly Gates, met by St. Peter himself. However, the gates are closed, and Forrest approaches the gatekeeper.

St. Peter said, 'Well, Forrest, it is certainly good to see you. We have heard a lot about you I
must tell you, though, that the place is filling up fast, and we have been
administering an entrance examination for everyone. The test is short, but you have to pass it before you can get into Heaven.'

Forrest responds, 'It sure is good to be here, St. Peter, sir. But nobody
ever told me about any entrance exam. I sure hope that the test ain't too
hard. Life was a big enough test as it was.'

St. Peter continued, 'Yes, I know, Forrest, but the test is only three
questions.

First: What two days of the week begin with the
letter T?

Second: How many seconds are there in a year?

Third: What is God's first name?'

Forrest leaves to think the questions over. He returns the next day and sees St.
Peter, who waves him up, and says, 'Now that you have had a chance to think the
questions over, tell me your answers'

Forrest replied, 'Well, the first one -- which two days in the week begins with the letter 'T'?
Shucks, that one is easy. That would be Today and Tomorrow.' !

The Saint's eyes opened wide and he exclaimed, 'Forrest, that is not what I was
thinking, but you do have a point, and I guess I did not specify, so I will
give you credit for that answer. How about the next one?' asked St. Peter.

'How many seconds in a year? Now that one is harder,'
replied Forrest, but I thunk and thunk about that, and I guess the
only answer can be twelve.'

Astounded, St. Peter said, 'Twelve? Twelve? Forrest, how in Heaven's name could you come up with twelve seconds in a year?'

Forrest replied, 'Shucks, there's got to be twelve: January
2nd, February 2nd, March 2nd... '

'Hold it,' interrupts St. Peter. 'I see where you are going with this, and I see your point, though that was not quite what I had in mind....but I will have to give you
credit for that one, too. Let us go on with the third and final question. Can
you tell me God's first name'?


'Sure,' Forrest replied, 'it's Andy.'

'Andy?' exclaimed an exasperated and frustrated St Peter.

'O K, I can understand how you came up with your answers to
my first two questions, but just how in the world did you come up
with the name Andy as the first name of God?'

'Shucks, that was the easiest one of all,' Forrest replied. 'I learnt it from the song, 'ANDY
WALKS WITH ME, ANDY TALKS WITH ME, ANDY TELLS ME I AM HIS OWN.'

St. Peter opened the Pearly Gates, and said: 'Run Forrest, run.'

Sonntag, 6. Juli 2008

Politisches Kino: Der letzte König von Schottland



Wer sich bei einem Filmabend einen ersten Eindruck von afrikanischen Despoten verschaffen möchte, dem bietet "Der letzte König von Schottland" eine gute Gelegenheit dazu. Der Film hat kaum was mit Schottland zu tun, sondern dreht sich um Idi Amin.

Freitag, 4. Juli 2008

Patriotismus ist Not

Der Patriotismus in den USA ist im Kontext einer hauptsächlich aus Einwanderern bestehenden Gesellschaft zu verstehen. Dadurch unterscheidet er sich von entsprechenden Erscheinungen in europäischen Nationalstaaten. In diesem Zusammenhang erfüllt Patriotismus auch oder hauptsächlich die Funktion, Menschen aus unterschiedlichen, teilweise auch gegeneinander feindlich eingestellten Kulturkreisen die Integration zu erleichtern. (Wikipedia)


Auch in Deutschland tut Einwanderung und damit ein Patriotismus, der sich an den im Grundgesetz verankerten Symbolen orientiert, Not. Die Deutschen können von Glück sagen, dass sie kein Kreuz in ihrer Trikolore haben wie etwa die Schweizer oder die Nordländer. Alle können mitmachen, auch Muslime, sofern sie keinen Gottesstaat errichten wollen. Ein reiner zeichenloser Verfassungspatriotismus ist für die breite Bevölkerung zu abstrakt.

Auch in der Schule ist mit dem Kruzifix nicht mehr gedient. Flagge, Bundeswappen und Bundespräsident müssen auch innerhalb der Schulgebäude zu sehen sein.

Dienstag, 1. Juli 2008

Free Zimbabwe!

Robert Mugabe muss weg. Und zu den wenigen, die etwas dazu beitragen wollen, gehört der scheidende US-Präsident George W. Bush.

"Tertium non datur."

Der Essay von Henryk M. Broder "Hurra, wir kapitulieren!", der von der "Lust am Einknicken" handelt, bietet eine Fülle von Witz und Pointen, die letztlich Broder letztlich in eine sehr ernste Zuspitzung münden lässt, die kurz vor dem Schlusskapitel auf S. 136 die Quintessenz seiner Polemik enthält:

"Man kann auf vielen Wegen vor der Einsicht davonlaufen, dass der Terrorismus eine Gefahr ist, der man sich stellen muss. Man kann sich in die Befindlichkeit von Terroristen hineinversetzen und die Verbitterung nachvollziehen, von der sie angetrieben werden. Man kann zum Kampf gegen die Ursachen aufrufen und sich mit dieser großen Geste zufrieden zurücklehnen. Man kann auf das viel größere Übel verweisen, den Kapitalismus, der niedergerungen werden muss. Man kann Kosten-Nutzen-Berechnungen anstellen, die damit enden, dass der Kampf gegen den Terror mehr Opfer kostet als der Terror selbst.
Egal, welchen Notausgang man nimmt, man gewinnt Zeit. Nicht gegenüber den Terroristen, die irgendwo sitzen und den nächsten Anschlag planen, nein, gegenüber sich selbst. Ein nüchterne Analyse der Lage würde zwei Optionen ergeben, tertium non datur: Man kapituliert sofort, tritt zum Islam über und einer besonders militanten Richtung bei, oder man überlegt sich ernsthaft, was man tun könnte, um den Terrorismus zu stoppen, wofür man leider einige Grundsätze des befriedeten Zusammenlebens opfern müsste."
(Henryk M. Broder. Hurra, wir kapitulieren!, 8. Auflage, wjs-Verlag, Berlin 2006)


Der Beitrag des publizistischen Netzwerks der Achse des Guten zum Krieg gegen Terrorismus ist darin zu sehen, dass es antiamerikanische Ressentiments, die dieser in Mitteleuropa unweigerlich nach sich ziehen muss, eindämmt. Dass es noch eine dritte Alternative geben könnte, nämlich sich als Christ oder Jude in den Dhimmistatus zu unterwerfen, unterschlägt Broder, es setzte auch voraus, dass die radikalsten Kräfte im Islam sich nicht durchsetzen.
Zeit zu gewinnen, fanatische Gegner hinzuhalten, kann manchmal strategisch überlebensnotwendig sein, etwa wenn man in der Vergangenheit die Rüstung vernachlässigt hat, wie das bei den USA vor dem 2. Weltkrieg der Fall war.
Selbst wenn man dem Islam beiträte, ich glaube nicht, dass man damit seinen Frieden gewinnt. Denn welcher Konfession im Islam soll man beitreten, den Sunniten oder Schiiten? Man fände sich erneut inmitten mit Gewalt ausgetragener Glaubenskämpfe innerhalb der ein chaotisches Bild bietenden Religion des Islam wieder.

Broder redet viel von Kapitulation, um den Gedanken an sie gar nicht erst aufkommen zu lassen.

John McCain - Der Sargnagel für Al Quaida

Wenn die Obamania verfliegt und den Amerikanern einfallen sollte, John McCain sei doch der
geeignetere Kandidat für das Präsidentenamt, haben die Islamisten ein echtes Problem, glaube ich.
McCain ist ein Republikaner mit liberalem Profil. Unterstützbar und unterstützenswert.