Samstag, 26. Juli 2008

Ostalgie für Touris

Auf der Suche nach Quellen der DDR-Nostalgie, die uns noch manchen Ex-SED-Wahlerfolg bescheren wird, wird man in Berlin schnell fündig. Man muss nur die nächstbeste Touristenfalle, zB das auf internationalen Tourismus zugeschnittene DDR-Museum an der Spree, gegenüber dem Berliner Dom, aufsuchen.

Dort kann man neben den Schaukästen unter anderem folgende Ausführungen über die Verhältnisse in der DDR lesen:

"In der DDR herrschte weder Not noch Elend. Der Staat garantierte niedrige Preise."

"Gute Arbeit wurde auch gut bezahlt."

"An Arbeit mangelte es nicht."

"Die DDR kannte keine anonymen Massenuniversitäten. In den Seminaren saßen nicht mehr als 25 Studenten."

Ein nicht ganz so possierliches Bild der DDR zeichnet das Stasi-Museum in der Normannenstraße. Das liegt freilich weit ab vom Schuss in Berlin-Lichtenberg. Der ausgestellte Gefangentransportwagen, in den die DDR ihre Opfer pferchte, ist allerdings auch ziemlich klein. Frischluft gab es nicht darin.

Ach, was sind die Ost-Ampelmännchen niedlich. Dass die Ampelmännchen optisch eine weit geringere Angleichung der Geschlechter als die West-Pendants bringen, stört anscheinend niemand, sie breiten sich jetzt auch in Westdeutschland aus.

Wer trägt heute eigentlich noch solche Hüte?

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