Samstag, 2. August 2008

Hexenjagd auf Reiche

Ein Beispiel für eine von einer Regierung angezettelte Hexenjagd bietet das afrikanische Land Benin.
Eine sozialistische Regierung druckte dort eine Briefmarke mit der Aufschrift "La lutte contre la sorcellerie (Forces du Mal)".

"Die Antihexereikampagne wollte sie als eine Form des Klassenkampfes verstanden wissen, da Reichtum im traditionellen Afrika gemäß der Vorstellung der Begrenztheit der Güter oft auf Zauberei zurückgeführt wird. Die Bevölkerung fing jedoch an, alte Frauen zu jagen, die für eine Tetanusepidemie mit hoher Kindersterblichkeit verantwortlich gemacht wurden. Anstatt eine Impfaktion zu beginnen, ließ die Regierung Geständnisse der Hexen im Radio verbreiten. Die Frauen gaben an, sich in Waldkäuze verwandelt und kleine Kinder verhext zu haben, um deren Seelen in Tiere verwandeln zu können, die sie dann auffraßen." (Karl Behringer, Hexen, 2005, S. 12)

In Deutschland wird der in den 50er Jahren aufblühende Wohlstand, der auf liberale Wirtschaftspolitik zurückzuführen ist, verbreitet als "Wirtschaftswunder" bezeichnet, das für weite Teile der Bevölkerung offenbar unerklärlich ist.

Und in Berlin fordern Plakate linksextremistischer Gruppen dazu auf, "Bonzenkarren" abzufackeln. Ob das also nicht nur aus Neid folgt, sondern auch aus dem Grundsatz "Ich bin gegen alles, was ich nicht verstehe"?

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