Dienstag, 5. August 2008

Vater Staat statt Väter - und die Probleme der Mosuo

Eine durch das Ankündigungen eines neuen Zeitalters der Frauen in den Blickpunkt des Interesses gerückte Stammesgesellschaft ist die der matrilinearen Moso - China. Dort kennen die Kinder, so eine westliche Reporterin, weder das Wort "Vater" geschweige denn ihre Väter (Wozu also Vaterschaftstests?;-)) und haben nur die Brüder der Mutter als männliche Bezugspersonen (Wenigstens die Brüder der Mutter, während im Sozialstaats-Westen oft nur "Vater Staat" neben der alleinerziehenden Mutter als "männliche Bezugsperson" bleibt).
Die Männer sind politisch kaltgestellt und werden nur belegentlichen schwereren Arbeiten wie Häuserbau gebraucht. Mittlerweile nutzen sie diese Freiheiten, um bei den Chinesen in die Schule zu gehen, was die Sozialstruktur bald aushebeln könnte.
Es wird die Befürchtung geäußert, dass die Ethnie der Moso, von den Chinesen auch aus touristisch-kommerziellen Interessen geduldet, bald durch Sex-Tourismus aus den übrigen Teilen der Welt zerstört sein wird. Matriarchalische Gesellschaften haben es nicht leicht.

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