Donnerstag, 23. Oktober 2008

Das letzte Aggressionsventil

Diese Gedanken von Michael Klonovsky kamen mir in letzter Zeit auch. Der Kampf "gegen Rechts" könnte das einzige Aggressionsventil sein, das noch offiziell in unserer Gesellschaft zugelassen ist. (Gegen den Islam hat man offiziell nichts, man führt nur nolens volens Krieg gegen die Taliban und den Terrorismus) Der Dampf darf nur nach innen abgelassen werden. Die kurzlebigen deutschen Staatswesen brauchen zudem stets neue "Reichsfeinde" um sich zu stabilisieren und den Zusammenhalt neu zu organisieren. Unter Bismark war es der Kampf gegen Katholiken und Sozialdemokraten, unter Bismerkel und unter neosozialistischen Vorzeichen ist es der "Kampf gegen rechts". Wenn man in einer multikulturellen Gesellschaft unbedingt jemand zum Feind erklären, liegt es nahe diesen gegen diejenigen zu richten, die eine kulturell homogene Gesellschaft vorschlagen.
Westdeutsche rechtsgewirkte Kommentaren, die das ganze für einen Kampf gegen Windmühlen halten, übersehen allerdings leicht die Situation in ländlichen Gebieten, die sich in Teilen Ostdeutschlands verdichtet: Dort gibt es die Neonazis wirklich, sie sind kein Phantom.
Es ist auch die internationale Perspektive zu beachten: in vielen westlichen Ländern wird ein Kampf gegen Rassismus initiiert, um die fragilen, von Einwanderung geprägten Gesellschaften zu stabilisieren.

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