Mittwoch, 15. Oktober 2008

Suizidaler Markt?

Aufgrund der Finanzkrise erwartet die WHO die Zunahme von Suizidfällen. Es treffen bereits die ersten Nachrichten über Selbstmorde auch hochrangiger Finanzjongleure ein.

Sind das die "Selbstheilungskräfte des Marktes", von denen Neoliberale wie Hayek sprachen? Gibt es auch im Kapitalismus stalinistische Säuberungen, nur dass sie durch die "invisible hand" durchgeführt werden, die die Akteure selbst an sich Hand anlegen lässt? Von einem schneidigen und konsequenten klassischen Liberalen kann man eigentlich auch den bürgerlichen Ehrentod erwarten, ehe er der Staatskasse zur Last fällt, oder?

Wie es aussieht, geht jetzt der Staat dazwischen, in Deutschland mit einer Eile wie zuletzt nur noch beim RAF-Terror. Personen und Institutionen, die ihr Versagen beim Umgang mit Geld überdeutlich demonstriert haben, dürfen jetzt weiter Unheil stiften und andere Menschen ins Unglück stürzen, etwa den kleinen Steuerzahler, der dafür jetzt gerade stehen soll.

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