Montag, 13. Oktober 2008

Turbulente Zeiten - Zeitungslektüre wird wieder wichtiger

Während die Finanzkrise und etatistischer Machbarkeitswahnt tobt, geht es auch sonst turbulent zu:

Jörg Haider hat sich mit überhöhter Geschwindigkeit per Autounfall ins Jenseits befördert, ein passendes Schicksal für einen Grenzüberschreiter. Seinen Buchtitel "Freiheit, die ich meine" hat er übrigens von einem deutschnationalen Freiheitslied des Dichters Max von Schenkendorf geborgt. Haiders Freiheit war eine sehr volksgemeinschaftliche.

Nordkorea ist nicht mehr auf der US-Liste der "Schurkenstaaten". Den USA wird es anscheinend langsam zu viel der Feinde. Es ist wohl zu erwarten, dass sie auf lange Sicht Asien dem Reich der Mitte als Hegemon überlassen werden.

Katharina Wagner inszeniert "Rienzi", das verpönte Lieblingsstück Hitlers, in Bremen. Der Revoluzzer Rienzi kommt dabei allerdings nicht gut weg, alle nur machtgeil, diese Freiheitshelden. Schade eigentlich.

Marcel Reich-Ranicki sorgt für einen Eklat, indem er den deutschen Fernsehpreis nicht annimmt, da er die massenmediale Verblödung nicht ertragen kann. Recht hat er! "Ich (auch) nicht!", möchte man diesem Widerständler gegen die Stupidität zurufen. Fernseh- und Radioboykott ist angesagt wie nie, allein schon um die GEZ und ihr unmögliches Gebührensystem zu torpedieren. Dieser Blog entstand auch nicht an einem heimischen Rechner, sondern an Uni-Computern, für die ich schon mittelbar über Studiengebühren an die GEZ zahle.

All dies entnehme ich der Printausgabe der WELT. Zeitungslektüre wird wieder wichtiger, damit man nichts verpasst.

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