Montag, 17. November 2008

Rebellionspotential entlädt sich

Erst im Oktober warnten Soziologen vor einem zunehmenden "Rebellionspotenzial", halb redeten sie es selbst herbei.

Jetzt hat sich ein Schülermob, offensichtlichst unter agitatorischem Einfluss von Linksextremen, bei Protesten in Berlin ausgetobt. Dabei tobte er auch gegen eine Ausstellung über jüdische Unternehmer.

Jens Jessen scheint mit seiner Brandrede über die "Jugend ohne Charakter" und "traurige Streber" Erfolg gehabt zu haben.

Über die konkreten schulpolitischen Forderung in Berlin vermag ich nicht zu urteilen. Ich selbst habe noch in 13 Jahren Abitur gemacht. Schon den Nachmittagsunterricht, den ich nur in der 11. Klasse zu genießen hatte, fand ich allerdings unproduktiv. Für Klassen mit nur 20 Schülern dürfte im Armenhaus Berlin das Geld nicht reichen.

An den Universitäten ist eigentlich ähnliches passiert: Die Professoren haben es sich bei der Bachelorreform leicht gemacht und denselben Stoff einfach auf weniger Semester zusammengeschoben. Studenten klagen über Überforderung, Leistungsdruck und psychische Probleme, putschen sich mit leistungssteigernden Drogen auf. Ich denke, auch hier wird sich bald einiges entladen.

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