Freitag, 9. Januar 2009

Feindbild Globalisierung - Feindbild Neoliberalismus

Was einen Teil der Kommunisten und Islamisten über die Gegensätze eint, ist das gemeinsame Feindbild des Globalkapitalismus und Neoliberalismus, daran erinnert der Beitrag von Jürgen Krönig: "Vorhut der uneinsichtigen Massen" in der ZEIT.

In der Gestalt des "Islamischen sozialismus" gibt es bereits ein ausgebildete ideologische Brücke zwischen Islam und dem Sozialismus. Tariq Ramadan, ein Exponent dieser Richtung, schreibt etwa:

“[...] faced with neoliberal economics, the message of Islam offers no way out but resistance” (deutsch: „Gegenüber neoliberaler Wirtschaftspolitik lässt der Islam nur eine Antwort zu, den Widerstand.“)


Diese Zusammenhänge muss man sich bewusst sein bei der Analyse islamsolidarischer Kundgebungen von Linkssozialisten, gehe es um Moscheenbau, Veranstaltungen, bei denen Islamophobie mit Antisemitismus gleichgesetzt oder Terrorismus verharmlost wird.

1 Kommentar:

Nico Nissen hat gesagt…

Ich bezweifle stark, dass Linke und Islamisten unter Neoliberalismus und Globalisierung des Gleiche verstehen. Während die Linken in erster Linie die Gefahr für die Menschenrechte im Auge haben, befürchten Islamisten einen Sieg der westlichen Kultur über die islamische. Aber scheinbar ist man sich darüber einig, dass man dagegen ist.