Sonntag, 11. Januar 2009

Für mehr liberale Gerechtigkeit!

Die Liberalen müssten den Sozialisten den Begriff der Gerechtigkeit wieder entwinden, den sie mit ihrer "soziale Gerechtigkeit" okkupiert und pervertiert haben. - Für mehr liberale Gerechtigkeit - d.h. die gleiche rechtliche Freiheit für alle, für die rechtlich gleiche Behandlung von gleichen Sachverhalten ohne Rücksicht auf die Person und ihre Gruppenzugehörigkeit (Geschlecht, "Klasse", usw.). Das bedeutet die Gleichbehandlung vom Gleichem und Ungleichen. Das ist im Interesse der Gesellschaft, damit die Fähigsten die Plätze mit der meisten Verantwortung einnehmen.

Wer ist dafür?

Kommentare:

benj@min hat gesagt…

Das Thema habe ich vor einem halben Jahr in meinem Blog behandelt, vielleicht findest Du in dem Artikel ja ein paar Anregungen:
Gerechtigkeit!

DrB hat gesagt…

Gerechtigkeit ist ein anderes Wort für Richtigkeit. Ein soziales Konzept ist gerecht, wenn es richtig ist. Richtig ist es, wenn es sich bewährt, als Beispiel sei hier mal die Demokratie oder die Marktwirtschaft (mit oder ohne Attribut) oder die Freiheit der Meinungsäusserung genannt.
"Soziale Gerechtigkeit" ist ein Kampfbegriff der Linken und heisst in etwa: Richtig und gerecht ist, was wir sagen, glaubst Du uns nicht, dann bist Du ungerecht, musst bekämpft werden, stehst ausserhalb der Norm. Gerne wird dann mit dem "sozialen Frieden" gedroht, der in Gefahr wäre.
Im Prinzip ganz ähnlich wie die Bärtigen bspw. mit dem "Respekt" arbeiten oder mit dem Wahrheitsbegriff der Sage, alles Murks, alles gefährlich.

DrB hat gesagt…

Eventuell mal den handle ändern, ich lese immer Scrotugraph.

scrutograph hat gesagt…

Wo liest du das?


Forderungen liberaler Gerechtigkeit könnten sein:

- dass Vorliegen steuerpflichtigen Einkommens die gleiche Rechtsfolge (Steuersatz x) auslöst, also die flat tax,

- dass das Rechtssystem verständlich und transparent ist,

- dass mehr Schiedsgerichtsbarkeit zugelassen wird,

- dass der Bürger vom selbst erarbeiteten Einkommen deutlich mehr behalten darf, als er an die Agenten der "sozialen Gerechtigkeit" abgeben muss,

- dass der Staat sich bei der austeilenden Gerechtigkeit auf eine Sozialhilfe beschränkt, die für alle gleich ist, und sich die Menschen ansonsten selbst um Absicherung ihres sozialen Status
zu kümmern haben,

- dass die rechtlich festgeschriebene Benachteiligung von Menschen wg. ihres männl. Geschlechts sofort beendet wird.

DrB hat gesagt…

Wie bereits geschrieben, es geht um Richtigkeit und nicht um die darauf positionierte Schicht Gerechtigkeit.
Keine Sau weiss was Gerechtigkeit ist, Gerechtigkeit führt eine subjektive Note in das Handeln ein, lassen wir das Wort und das Konzept den Linken.
Ansonsten hast Du natürlich Recht mit den Vorschlägen, mich widert dieses Strafrecht an, das immer die Täter abklopft und dort ganz unterschiedliche Maßstäbe anlegt.
Die Benachteiligung von Männern sehe ich allerdings nicht für vorrangig bearbeitenswert an, Du meinst das Scheidungsrecht?

scrutograph hat gesagt…

Neben dem Scheidungsrecht die öffentlich-rechtliche Stellenvergabe.

Private Unternehmen sollten Frauen oder Männer bevorzugen können wie sie wollen, da sie sich der Konkurrenz auf dem Markt aussetzen müssen.

Die Abschaffung des ADG ist also auch eine Forderung liberaler Gerechtigkeit.

Sodann müsste man fragen, ob die Legitimationskette der Gesetzgebungs- und Verordnungsttätigkeit der EU noch demokratisch genug und genug kontrolliert ist.

"Richtigkeit" weckt nicht genug Gefühle für die Mobilisierung von Wählern, meine ich.

DrB hat gesagt…

Mit Richtigkeit kannst Du nichts verkaufen, richtig, LOL, ausserdem wirst Du dann angreifbar, Du setzt Dich der Gefahr einer sachlichen Diskussion aus.
Besser für Guido und so natürlich: "liberale Gerechtigkeit" (Wobei das ein Widerspruch in sich zu sein scheint, gell?).

scrutograph hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
scrutograph hat gesagt…

Was wollen Sie sagen? Wer sich auf den Begriff der Gerechtigkeit einlässt, hat schon verloren?

Liberale treten nicht für Ungerechtigkeit ein, sondern für Gerechtigkeit im Sinne der Gleichheit vor dem Gesetz.

Robin Hood war ein Dieb.

Ansonsten erwarte ich mich von der FDP, dass sich gegen den Weg in die totalitäre Staatswirtschaft und die Verschuldung durch unsinnige Staatsausgaben stemmt:
http://www.zeit.de/online/2009/03/konjunkturpaket-fdp-bundesrat