Montag, 5. Januar 2009

Was ist rechts - was ist links?

Dieser Frage geht aus liberaler Perspektive die Friedrich-Naumann-Stiftung vom 13. bis 15. Februar nach.

Es deutet sich von der Ausrichtung an, dass derjenige rechts sei, der der Freiheit den Vorzug vor der Gleichheit gebe, und seine Freiheit verteidigen will.

Doch für steht dann die antiliberale und als rechtsextrem geltende NPD? Sie fällt anscheidend völlig aus dem verwendeten liberalen Koordinatensystem heraus.

Man könnte auch sagen, dass sich in Deutschland das politisch rechte Spektrum antagonistisch aufspaltet, in Liberale und Nationale, die sich gegenseitig zutiefst verachten.

Christian Graf Krockow schrieb hierzu in seinem Buch "Von deutschen Mythen", München 1997:

"Es gehört zum deutschen Verhängnis, daß seit der gescheiterten Revolution von 1848 Nation und Freiheit nicht vereinigt, sondern immer weiter auseinandergetrieben wurden bis zum tödlichen Gegensatz. (...) Die Übereinkunft von Nation und Freiheit bildet daher den Kern der deutschen Frage, die mit der Wiedervereinigung von 1989 oder 1990 nicht zum Abschluss gebracht, sondern neu gestellt worden ist." (S. 181)

"Wenn (...) der zweite deutsche Nationalstaat als Wiedervereinigung der Freiheit mit der Nation gelingen soll, dann ist es die intellektuell und politisch entscheidend wichtige Aufgabe, uns das Gründungsgeschehen begreifen zu lassen, in dem Zivilcourage einen Obrigkeitsstaat zum Einsturz gebracht hat. Diese in Deutschland neue gesellschaftliche Erfahrung für die Zukunft wirksam zu machen, darauf kommt es jetzt an." (S. 208)

Keineswegs in einem "tödlichen Gegensatz" befanden sich Nation und Freiheit allerdings in der FDP der 1950er Jahre - lange ist´s her:

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