Donnerstag, 26. Februar 2009

Alte Verkehrswege und ihre wirtschaftliche Bedeutung: Beispiel Bielefeld

Ein altes Steckenpferd des Scrutographen ist die Wirtschaftsgeographie. Warum Bielefeld die drittgrößte Stadt Westfalens ist, ergibt sich aus ihrer Lage am Bielefelder Pass, einem Durchbruch des Teutoburger Waldes, in dem sich mehrere alte Verkehrswege, auch eine nördliche Abzweigung des nordrhein-westfälischen Hellwegs, bündeln. Die Grafen von Ravensberg sperrten den Pass mit der Sparrenburg. Auch Zoll wurde hier genommen. Im 19. Jahrhundert siedelte sich hier die größte Flachsspinnerei Europas an. Die Nähe zu tauglichen Verkehrsstraßen und damit zu Absatzzentren war in alten, langsameren Zeiten für das produzierende Gewerbe wohl bedeutsamer als heute.

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