Montag, 16. Februar 2009

Werde Teil der Bielefeldverschwörung!

...derartige Werbesprüche mögen gerade den Verantwortlichen für das Stadtmarketing Bielefelds durch den Kopf gehen. Eine der bekanntesten Verschwörungstheorien, die besagt, Bielefeld sei ein Fake, soll nämlich jetzt verfilmt werden, und die Stadt Bielefeld macht mit.
Das ist natürlich eine ausgefallene Marketingstrategie: Während sonst Marketing den Menschen in Erinnerung ruft, dass es einen Anbieter gibt, ist die Bielefeld-Verschwörung eigentlich aus Spaß in die Welt gesetze Antiwerbung, die besagt, dass es etwas nicht gibt. Nach dem Motto: "Zahnbürste X reinigt zwar hervorragend die Zähne, ist aber nirgends im Handel erhältlich." Das kann besondere Neugier und Interesse für das Produkt hervorrufen. Wo soll eigentlich dieses Bielefeld liegen?

Jeder der über Bielefeld schreibt oder berichtet, könnte sich als Teil eines weltumspannenden Verschwörungsprogramms vermarkten. Ich habe ja auch schon zwei Beiträge aus kompiliertem Fotomaterial und Berichtfragmenten in diesem Blog dazu beigesteuert, etwa über das Bismarck-Denkmal von Rudolf Siemering aus dem Jahr 1903, das mir stilistisch auffiel - es war eigentlich für Berlin vorgesehen - verdächtig, nicht wahr?

Bielefeld ist auch Geburtsstadt Horst Wessels, eines Idols des sehr verschwörungslastigen Nationalsozialismus. Kein Wunder, dass da manche schon von der Existenz dieser Stadt gar nichts wissen wollen. Eine Ansicht des verschwundenen Wessel-Denkmals der Stadt findet sich noch im Historischen Museum, das ansonsten interessante Exponate aus der industriellen Vergangenheit zeigt.

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