Mittwoch, 15. April 2009

Das Geheimnis der Freiheit ist Mut

Ein lesenswertes Buch für den politischen Redenschreiber ist "Das Geheimnis der Freiheit ist Mut" von Joachim Rieker, das fast komplett ins Web gestellt ist. Es handelt davon, wie sich die amerikanischen Präsidenten in ihren Reflexionen und Reden auf die Antike beziehen. Das eingehendste Verständnis vom Römischen Reich scheint noch Franklin D. Roosevelt gehabt zu haben. Seine Nachfolger verwandten die Bezüge eher nur noch, um bei gebildetem Publikum Eindruck zu machen. Neben Rom, das den Amerikanern aufgrund seiner imperialen Eigenschaften gar nicht mal so sympathisch war, bezogen sich die amerikanischen Präsidenten vor Bush und Obama vor allem auf Athen. Gerade die vom antiken Zeithistoriker Thukydides wiedergegebene "Leichenrede des Perikles" im "Peloponnesischen Krieg" war sehr beliebt:

"Ihnen [den Gefallenen] eifert jetzt nach, erkennt das wahre Glück in der Freiheit, die Freiheit aber in kühnem Mut und schaut nicht ängstlich auf die Gefahren des Kriegs." (II 43,4)


Hier bediente sich auch Ronald Reagon, als er auf seinem weltumfassenden Kriegszug gegen den Kommunismus und gegen die Sandinisten im Besonderen war:

"Nun, wir sollten uns an etwas erinnern, was Perikles, der große Führer des Alten Athen sagte: Das Geheimnis der Freiheit ist Mut.(Rieker, S. 188)"


Beeindruckt hat mich allerding mehr noch dieser selbstgeprägte Satz Dwight D. Eisenhowers:

"Wir würden Armut in Freiheit dem Reichtum in Unfreiheit vorziehen." (Rieker, S. 143)


Eisenhower sagte dies, als die Amerikaner Ende der 50er Jahre fürchteten, von der Sowjetunion wirtschaftlich abgehängt zu werden. Irgendwie aktuell.

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