Dienstag, 14. April 2009

Was ist rechts - was ist links? 3. Teil

Die Ergebnisse der Tagung "Was ist rechts - was ist links?" finden sich in der Märzausgabe der "Freiheit der Wissenschaft". Folgende Passage erscheint mir besonders interessant:


Die historische Betrachtung ergibt
einen Paradigmenwechsel. Waren Marxisten
noch gegen den Staat und seine
Ordnung und folgerichtig für deren Zerstörung,
wollen die heutigen Linken als
echte Reaktionäre den Staat als Mittel
zur Umverteilung nutzen. Während für
konservative Kräfte vormals der Staat
als Hüter von Ordnung und Sicherheit
geschätzt war, steht er heute für die
Kraft, die dem Individuum die persönliche
Entscheidungsfähigkeit über das
eigene Wohl und Wehe nicht mehr
zugesteht.
Zitat Dr. Holger Thuss: „Zum Thema
dieser Tagung bleibt noch zu sagen, daß
eine Beschränkung auf Links-Rechts-
Gegensätze nicht greift, um unsere politischen
Probleme sinnvoll zu beschreiben.
Der Hauptkonflikt ist heute nicht
mehr der zwischen linken Liberalen und
rechten Konservativen, sondern zwischen
den neuen ungeheuer mächtigen
etatistischen Eliten und dem noch nicht
von diesem System des Gebens und
Nehmens erfaßten Bürger.“


Nur: Welcher Bürger ist eigentlich vom System des staatlich organisierten Geben-Nehmens noch nicht erfasst? Vielleicht meint Thuss, dass noch nicht jeder innerlich vom Subventions-, Interventions- und Sozialstaat korrumpiert sei.

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