Montag, 25. Mai 2009

Ranzion, Kriegsgefangene und Piraten

Ranzion? Was soll das sein? Ein heute fast unbekanntes Wort, dass in alten Zeiten über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein das Lösegeld für gefangene Soldaten bezeichnete. Kriegsgefangene waren einstmals echte Dukatenesel. Man kann sich vorstellen, dass man sie gar nicht so schlecht behandelt hat. Unklar bleibt im Wikipedia-Artikel zum Thema, was geschah, wenn Kriegsgefangene sich nicht aus der Gefangenschaft herausranzionieren konnten. Mit der franzöischen Revolution kam das Ranzionieren außer Gebrauch, das Revolutionsheer wollte nur noch Gefangene austauschen. Ob das zum Segen der Kriegsgefangenen war? Im 2. Weltkrieg ließen NS-Deutsche und Sowjet-Russen ihre Kriegsgefangenen massenweise verkommen, auf beiden Seiten überlebten nur etwa die Hälfte die Kriegsgefangenschaft. Heute verlangen nur noch die Piraten im Indischen Ozean so etwas wie Ranzion.

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