Dienstag, 23. Juni 2009

Kampf um die Märkte: Facebook attackiert StudiVZ

Eine sehr hohe Eskalationsstufe hat mittlerweile die Auseinandersetzung zwischen Facebook und StudiVZ erreicht (siehe den letzten Beitrag über Macht und Märkte). Facebook ist mit einer Klage gegen StudiVZ in Deutschland ersteinmal gescheitert. Das aggressive Vorgehen mit nicht-wettbewerblichen Mitteln kostet Facebook Sympathien: Wo ist da das Amerika des freien Marktes und des "anything goes". Die Internet-User-Szene ist sowieso skeptisch gegenüber dem Urheberrecht, sodass Facebook diese Klage insofern eher Imageeinbußen bringt.

Das StudiVZ kann mit possierlichen und kreativen Wortbildungen wie "Gruscheln", "Nachrichtendienst" und "Buschfunk" punkten, vor allem auch mit besserem Deutsch. Facebook ist hier noch nicht ganz ausgereift. Außerdem hat das StudiVZ einen Zuschnitt auf die Universitäten und glänzt durch seine Diskussionsforen, auch sind seine Benutzeroberfläche und seine Funktionen nicht ganz so komplex, was man als Vorteil ansehen kann. Mittlerweile gibt es unzählige Netzwerke im Internet, die alle nach dem ähnlichen Prinzip aufgebaut sind: Man legt ein Profil an, und kann dies mit anderen Profilen verknüpfen.

Hier eine Abwerbeseite von Facebook, die Deutsche zum Überlaufen vom StudiVZ auffordert, so als ob sich die Mitgliedschaft in diesen Communities gegenseitig ausschließen würde. Diese Internet-Plattformen werben um Follower wie Armeen um Soldaten.

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