Mittwoch, 8. Juli 2009

Was ist links, was ist rechts? 4. Teil. - Von gelben Haien und roten Piranhas


Die Rechte steht auf der Seite der Starken, die Linke auf der Seite der Schwachen.

Gemäß dieser Definition sind Westerwelle und auch die CDU auf der Rechten zu verorten, da sie erklärtermaßen die Interessen derjenigen vertreten, die noch irgendwas zu verlieren haben, zB ihr Arbeits-Einkommen an den Fiskus, weil sie in der Lage sind, sich durch einen Job selbst zu versorgen. Westerwelle sagt, er vertrete die Interessen derjenigen, "die morgens früh aufstehen". Die FDP hat sich damit von der Bürgerrrechtspartei aller Bürger zur Steuersenkungspartei aller Steuerzahler verändert. Damit bietet sie Lücken, in die andere vorpreschen können, etwas die Piratenpartei, die die Rechte der bedrängten Computerfreaks verteidigt. Andererseits hat sie sich damit auch für Arbeiter geöffnet. Es hat sich bei Facebook schon ein Arbeitnehmerhai aufgetan, der damit die linken FDP-Hai-vergleiche aufgreift.

Linke Vordenker sehen ihr Klientel in allen Habe- und auch Taugenichtsen, zu ersteren gehören auch Studenten und Schüler, die - nachdem der Linken die traditionellen Arbeitermilieus wegbrechen - zunehmend von links, auch den Gewerkschaften, mobilisiert werden.

Der Knackpunkt der Argumentation liegt darin, dass den "Starken" gegenwärtig große Teile ihres Einkommens durch den noch stärken Staat weggenommen, so dass fraglich ist, ob die Starken auch den starken Teil der Gesellschaft ausmachen. Gegen das gewaltige Seeungeheuer Leviathan Staat (siehe Bild) sind auch Haie nur kleine Fische. Insofern ist die Interessenvertretung Westerwelles in einer Demokratie legitim: Auch Starke haben Rechte. Artenschutz gilt auch gelb hinterlegte Haifische, nicht nur für rote Piranhas.

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