Donnerstag, 6. August 2009

64 Jahre nach Hiroshima: Abrüstung oder Aufrüstung?



Während sich Obama und in Deutschland seine Adepten Westerwelle und Steinmeier in Abrüstungspoesie einer atomwaffenfreien Welt üben, erwägt man in Japan, sich Atomwaffen zuzulegen, steht es doch mit Nordkorea einer unberechenbaren atomaren Aufrüstungsmacht gegenüber. In Japan kursieren auch Überlegungen, sich eine neue Verfassung zuzulegen, vereinzelte entsprechende Stimmen hört man auch in Deutschland.

Eine atomwaffenfrei Welt ohne die Stabilität der Overkill-Androhung würde die Rückkehr der Großkriege bedeuten, die mit konventionellen Waffen ausgetragen werden. Eine eher bestürzende Vorstellung, die NATO würde hier auf Null abrüsten. Freilich muss man nicht so viele Atomwaffen finanzieren, dass die Erde gleich mehrfach zerstört werden kann. Das ist Geldverschwendung, die da in den vergangenen Jahrzehnten betrieben wurde.


Das Foto unten zeigt die Opfer nicht von Hiroshima, sondern der amerikanischen Feuersturm-Luftangriffe auf Tokyo, die mit konventionellen Waffen geführt wurden und etwa 100 000 Toten hinterließen. Gänzlich frei von Langzeitbeeinträchtigungen waren diese Angriffe auch nicht, in Deutschland und Japan buddelt man heute immer noch Sprengkörper aus der Erde.

Die technische Entwicklung der Atombombe kann durch die Politik, auch durch Obama, nicht rückgängig machen, eine atomwaffenfreie Welt wie vor 1945 wird es deshalb so nicht wieder geben.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.