Samstag, 6. März 2010

Hitler als nützlichster Feind Stalins - wenn das Stalin wüsste

Weiter in Kellmanns Stalinbiographie gelesen. Er geht davon aus, dass Stalin Hitler erheblich unterschätzte, aber so falsch lag Stalin gar nicht:

Bald wurde Hitler gar als "Vorbote", "Wegbereiter" oder "Eisbrecher" der deutschen Revolution bezeichnet, weil auch er ein Feind der Sozialdemokratie war, den bürgerlichen Herrschaftsapparat zerschlagen und den Kommunisten damit eine Menge Arbeit abnehmen würde. Sojusnik Hitler. Kein Zweifel, so lautete Stalins Überzeugung, der Nationalsozialismus ist ein nützlicher und wertvoller "Schrittmacher auf dem Weg zu einem Sowjetdeutschland" (Klaus Kellmann: Stalin - eine Biographie, 2005, S. 109).



Interessant auch seine Ausführungen zu den Auswirkungen des Stalin´schen Terrors auf die Bevölkerung, er schreibt in von dem "Absinken eines ganzen Volkes in den Zustand wahnhaft-masochistischer Hörigkeit", wobei der Versacher dieses gigantischen Degenerationsprozesses aber von jedweder Schuld und Beteiligung freigesprochen wird." Kellmann führte einen Ausspruch des Schriftstellers Pasternak zur Zeit des großen Terrors an, der einem doch bekannt vorkommt: "Wenn doch nur einer zu Stalin ginge und ihm alles erzählte!" (Kellmann, S. 117).

"Wenn doch nur einer zu Stalin ginge und ihm alles erzählte!"

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Da kann man nur sagen: Danke!